"Der Herr segne Dich und behüte Dich!" (4. Mose 6,24)

 

 

Sehr geehrte Damen  und Herren,

liebe Jugendliche,

 

das Jahr 2017 wird für uns hier in Gerthe in besonderer Weise in die Geschichte eingehen. Wir haben das Gemeindehaus Bethanien im Frühjahr abreißen lassen und unmittelbar mit dem Neubau der KITA Bethanien auf dem kircheneigenen Grundstück beginnen können.

Damit gestalten wir inhaltlich und finanziell Zukunft vor Ort. Wir konnten mit der Gemeinde und der Gerther Öffentlichkeit die Feste im Umfeld des Neubaus bei sehr guten Witterungsverhältnissen feiern. Die Arbeiten sind so weit vorangeschritten, dass wir den Zeitplan 2017 erfreulicherweise einhalten konnten. Natürlich sind diese grundlegende Entscheidung und die damit verbundenen Abrissarbeiten nicht auf allgemeine Zustimmung und Wohlwollen in der Gemeinde gestoßen. 

So viele Erinnerungen und Lebensabschnitte der zurückliegenden Generationen, die in diesem Gemeindehaus gelebt wurden, haben damit ein beredtes Ende gefunden. Es gab eben auch Kritik. Damit müssen wir leben und leben lernen, wenn zukunftsorientiert Wege in die kommenden Generationen geebnet werden wollen. Wir haben uns im Presbyterium die Entscheidungen nicht leicht gemacht, sind aber insgesamt überzeugt und auch in vielfältiger Weise bestätigt, dass wir auf dem richtigen Wege für die Zukunft der Gemeinde sind.

Seitens der Landeskirche wurde uns sehr deutlich gesagt, dass in der Nachfolge der bisherigen Pfarrstelle von Pfarrer Romann ab Herbst 2019 (Pensionierung) nicht mehr mit einer Wiederbesetzung der Pfarrstelle in der bisherigen Weise gerechnet werden kann.

Voraussetzung zur verantwortlichen und zukunftsorientierten Personalplanung ist die geplante Fusion der Kirchengemeinden Hiltrop und Gerthe zu einer neuen Gemeinde im Bochumer Norden mit voraussichtlich zwei Pfarrbezirken. Die vorausgehenden Beratungen und erforderlichen Beschlüsse zu diesem Fusionsprozess sind in beiden Gemeinden zeitgleich gefasst worden. Nunmehr werden  in einer Steuerungsgruppe alle verbindlichen Absprachen und vertraglichen Regelungen zur Fusion vorbereitet. Im neuen Jahr 2018 werden wir verstärkt ziel- und ergebnisorientiert die Dinge verhandeln und beschließen. Ein gedeihliches und segensreiches Gemeindeleben in geordneten Strukturen und ausgestattet mit den Finanzmitteln für einen Personal- und Gebäudebestand, der der Größe und Leistungsfähigkeit der neuen Gemeinde entspricht, ist Ziel aller Beratungen und Entscheidungen. In diesen größeren Zusammenhängen muss auch der Neubau der KITA Bethanien gesehen werden, den wir hoffentlich im Herbst 2018 in Betrieb nehmen können. Darauf freuen wir uns sehr.

Das Jahr 2017 war auch das Jubiläumsjahr‚ '500 Jahre Reformation 1517-2017'. Wir haben mit der Neugestaltung des Kirchvorplatzes  unter der Lutherlinde, die am 4.11.1917 gepflanzt wurde, eine Vielzahl von Festen, Feiern, Begegnungen und öffentlichen Veranstaltungen angeboten, die sehr gut angenommen wurden.  Auch im neuen Jahr wollen wir diesen Platz mit der Linde und der neuen Rundbank als „Fenster zur Lothringer Straße“ weit offen halten.

Es gäbe noch so viel zu berichten und zu erinnern. Lassen wir uns dies gemeinsam  in den bevorstehenden Gottesdiensten zur Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel 2017/2018 tun.

„Die Gruppen und Kreise der Gemeinde haben wieder intensiv Gemeinschaft gepflegt und auch inhaltlich die Botschaft der Liebe, Barmherzigkeit und Solidarität in die Öffentlichkeit getragen.

Fremdes und Vertrautes hat neu zusammengefunden und den Boden für gelingende Zivilgesellschaft bereitet. Biblische Botschaften berühren unsere Existenz und stiften ethische Verbindlichkeit. Gott sei Dank.“ Diese Sätze wiederhole ich sehr gern.

Auch die Christuskirche wird jetzt in neuer Weise erlebt und zum Ort gelebter Gemeinschaft weit über die Gottesdienste hinaus. Nehmen wir all dies mit großer Dankbarkeit und Freude an. Wir haben die besten Voraussetzungen für ein weiterhin gelingendes Miteinander unter und mit Gottes Segen!

 

Glückauf Ihr/euer

Johannes Romann, Pfr.